Baby Beistellbett Erfahrungen und Test in der Praxis
15. Januar 2013 – 11:34 amBeistellbetten haben im Gegensatz zum normalen Stubenbett einige entscheidende Vorteile. Das kleine Bettchen wird direkt mit einer Universalvorrichtung am Elternbett angehängt, man hat das Baby nah bei sich und gerade für stillende Mütter sind sie ideal. Statt mehrmals pro Nacht müde aus dem Bett zu kriechen und das Baby aus dem Stubenwagen zu holen, reicht ein behutsamer Griff nach links oder rechts. Ein Komfort, den man sehr schnell zu schätzen weiß, denn anstrengend genug ist diese Zeit für alle Eltern ohnehin.
In Deutschland gibt es, neben einigen exotischen Modellen und Eigenkreationen von Möbelhäusern, vor allem drei sehr beliebte Beistellbetten, die wir genauer unter die Lupe genommen haben. Alle lassen sich auch problemlos tagsüber zum Stubenbett umwandeln.
1. Babymax von Fabimax
Der Hersteller Fabimax vertreibt seine Babybeistellbetten nicht über die eigene Website, wer direkt vom Hersteller kaufen möchte kann das aber problemlos via Amazon. Die Betten heißen “BabyMax“, es gibt sie in den Ausführungen “basic“, “classic” und “pro“. Alle Modelle sind aus Vollholz gefertigt.
Die Basic Variante hat keine Rollen, wird ohne Seitenteil zum Umbau zum Stubenbett geliefert, ist aber stufenlos höhenverstellbar. Mit im Lieferumfang enthalten sind eine Matratze sowie ein Nestchen, unterschiedliche Farben stehen zur Auswahl. Preis ab 89,90€*
Classic hat Rollen und ein Seitenteil, ist dafür aber nicht stufenlos höhenverstellbar und für die Befestigung des Seitenteils ist Werkzeug erforderlich. Lieferung nur mit Matratze. Preis ab 99,90€*
Pro, die Luxusvariante, hat einen zusätzlichen Flankenschutz, Rollen, ist stufenlos höhenverstellbar und das Seitenteil läßt sich ganz bequem ohne Werkzeug befestigen bzw. einfach hochklappen. Der Preis liegt bei etwa 115€* mit Matratze.
Für alle drei Modelle gibt es zudem die Option “Vollausstattung“, für einen kleinen Aufpreis sind da Matratze, Nestchen, Betthimmel, Bettdecke, Bettbezug, Kopfkissen, Kopfkissenbezug und ein Spannbettlaken dabei.
Wir empfehlen BabyMax pro mit Vollausstattung: Gute Qualität, nichts stinkt und für um die 140€* hat man dann wirklich alles was man braucht und im Einzelkauf teurer wäre. Die Rollen sind gerade bei Nutzung als Stubenbett super und dank dem aufklappbaren Gitter schraubt man auch nicht jeden Tag an dem Bett rum. Die 50€* Aufpreis gegenüber des einfachten Modells mit Basisausstattung sind gut investiert.
2. Babybay von Babybay
Das wohl bekannteste Beistellbett aus dem Hause Babybay verdankt seine Popularität vor allem den Krankenhäusern, die dieses sehr robuste Beistellbett auf den Geburtsstationen nutzen. Im Gegensatz zum Fabimax Bett gibt es mehere Farbvarianten (weiß, colonial, natur, natur lackiert) beim Holz, und die Modelle “Original“, “Midi” und “Maxi“. Alles Vollholz, kein Pressspahn.
Original ist die Standardvariante mit einfach Liegefläche, Maxi hat eine doppelt breite Liegefläche für Zwillinge, Midi ist eckig ohne die sonst typischen abgerundeten Ecken. Der Preis für die Original Variante geht bei um die 130€* los, ohne Zubehör, Midi ab 110€*, Maxi ab etwa 135€*. Mit Gitter, Rollen, Matratze, Nestchen, Bezügen usw. kann man noch einmal um die 100€* draufrechnen.
Alle Babybays sind stufenlos höhenverstellbar, Rollen können aufgesteckt werden. Das optionale Frontgitter ist auch höhenverstellbar und wird ohne Werkzeug “eingeschnappt”, hält bombenfest.
Ein kleiner Haken: Nur die Maxi Ausführung kommt mit einer Liegefläche mit Lüftungsschlitzen, sonst ist die Liegefläche quasi ein Brett. Per se kein Nachteil, man sollte aber die Matratze regelmäßig lüften, da hilft auch der aus Zubehör erhältliche Klimabezug für die Matratze wenig.
Insgesamt wirkt das Bett von der Verarbeitung noch einen Tick stabiler als Babymax, sieht etwas edler aus. Die Liegefläche ist, auch durch die abgerundeten Ecken, einiges kleiner als bei Fabimax. Insgesamt sehr solide, ob die etwa 100€* für Vollausstattung sowie die Tatsache, daß man sich schneller nach einem richtigen Kinderbett umsehen es wert sind ein “echtes” Babybay zu besitzen bleibt jedem selbst überlassen. Von der Qualität und der Verarbeitung her gibt es nichts auszusetzen, nichts stinkt.
3. Room Bed von Roba
Das Room Bed von Roba hat schon fast die Ausmaße eines Kinderbetts, die Liegefläche ist mit 60×120 cm um einiges länger als bei den beiden Mitbewerbern. Es gibt nur eine einzige Ausstattungsvariante, alles drin, alles dran, aber unterschiedliche Farben und Stoffe. Preislich geht es ab etwa 170€* los, Modell “Schnuffel“, für Varianten wie “Heartbreaker” oder “Liebhabär2” ca. 270€*, wohl gemerkt bei lediglich optischen Unterschieden.
Die Qualität ist gut, besonders priffig ist das Seitenteil mit Stoff und Reißverschluss, das an ein Reisebett erinnert. 6-fach höhenverstellbar, Rollen, Seitengitter mit Stäben, Seitengitter mit Stoff, Nestchen, Himmel, Decke, Matratze, alles mit dabei. Einzig der etwa windige Polyesterhimmel weiß nicht zu überzeugen.
Der Nachteil: Passt rein von der Größe nicht umbedingt neben jedes Elternbett.
Insgesamt ein gutes Beistellbett für alle die viel Platz haben und sich keine Bedanken darüber machen wollen, welches Modell in welcher Ausstattungsvariante und mit welchem Zubehör man kaufen will.
Was kaufen?
Gut sind die Babybetten alle, wirkliche Mängel weist keines auf. Rein vom Preis Leistungs Verhältnis hat uns das Bettchen von Fabimax am meisten zugesagt, auch das Platzangebot ist sehr gut.
Babybay ist der Platzhirsch, bietet aber keine nennenswerten Vorteile gegenüber unserem Preistipp, außer dem Namen und der Optik. In der normalbreiten Ausführung wird es zudem recht schnell eng für das Baby.
Das Bett von Roba ist der Exot im Testfeld, eigentlich zu Unrecht, denn auch wenn es eher ein Hybrid zwischen Beistellbett und Kinderbett ist, sieht gut aus und ist sehr praktisch. Einzig die Preisunterschiede für die unterschiedlichen Modelle erschließen sich nicht.


